Meine Story – von der Managerin zur Coachin

Von der leistungsgetriebenen Managerin zur Life- & Business Coachin.

Lange Zeit dachte ich, Zufriedenheit und Erfüllung kann nicht im Einklang mit Leichtigkeit und Gelassenheit stehen. Für mich war das ein nicht auflösbarer Widerspruch. Denn zufrieden und erfüllt konnte nur der sein, so dachte ich, der in der „Premier League“ mitspielte. Und dafür sind nun mal außerordentliche Leistung, neben viel Talent natürlich, Perfektionismus, Ackern bis zum Umfallen und am Ende eben auch Pokale, also vorzeigbare Erfolge, ausschlaggebend.

Nach diesem (Höher-Schneller-Weiter) Verständnis lebte ich lange. Das hört sich anstrengend an? Ist es auch. Und ungesund. Denn: durch eine dauerhaft übertriebene Leistungsorientierung und einen übermäßigen Anspruch an sich selbst läuft man Gefahr, die Beziehung zu sich selbst zu verlieren – und damit die Fähigkeit, seinem Bauchgefühl zu vertrauen. Innere Unruhe und Getrieben sein, ständig kreisende Gedanken, permanenter Druck und Arbeit weit über meine Belastungsgrenze hinaus – ein gefährliches Hamsterrad. Das wollte ich nicht mehr für mich.

Mein Weg

„Geh deinen Weg, aber geh!“

Das sagte mir einst ein sehr inspirierender Wegbegleiter. Und genau das, war der entscheidende Impuls. In Bewegung kommen. Dafür konnte ich zurückgreifen auf Fähigkeiten, die ich in meiner Zeit als Leistungssportlerin entwickelt habe: ich habe bereits früh gelernt, (sportliche) Ziele und Visionen zu entwickeln, und diese ausdauernd, fokussiert und vor allem motiviert zu verfolgen, egal welche Hürden auch zu nehmen waren. Eine Eigenschaft, die mir heute dabei hilft, meine Klient*innen genau dabei zu unterstützen (in der Business-Welt kommt mir diese Fähigkeit übrigens auch sehr zugute – Business kann da einiges vom Leistungssport lernen…).

Die Reise zu mir selbst

„Hör auf dein Herz. Der Verstand wird dich niemals glücklich machen.“

Was tat ich also? Ich habe Bauch, Kopf und Herz sortiert! Schritt für Schritt, ein langer Prozess und viele Schritte, zunächst allein, später begleitet von vielen wunderbaren Menschen und Mentoren und habe die Verbindung zu mir selbst wieder hergestellt, habe gelernt meiner Intuition wieder stärker zu folgen und meine individuellen Bedürfnisse nicht permanent zurückzustellen. Intensive Zeiten waren das. Ich habe mich darauf eingelassen, Altes loszulassen, und Neuem die Tür zu öffnen – und vor allem habe ich eines getan: mir vertraut!

„Der erste Schritt ist immer Selbsterkenntnis.“

Ich habe erkennen dürfen, dass mein ausgeprägter Leistungsanspruch ein Relikt aus meiner Kindheit und Jugend war, das ich (unbemerkt) in meine Erwachsenenzeit übertragen habe. Aufgewachsen in einem Umfeld, das von einem Arbeitsleben mit viel und körperlicher Arbeit geprägt war und in dem Lob, Anerkennung und Aufmerksamkeit rar waren, wurde Leistung und Erfolg und die Anerkennung von außen meine persönliche Überlebensstrategie zur Erfüllung dieses so wichtigen Bedürfnisses. Das kommt dir vielleicht bekannt vor? Ich kam jedenfalls zu der Überzeugung: “Ich bin etwas wert, wenn ich Leistung zeige. Dann werde ich gesehen“ und entwickelte daraufhin einen besonderen schulischen Ehrgeiz (der sich auch auszahlte) und trieb meine sportlichen Erfolge mit all meiner Kraft (was mich immer sehr erfüllte).

Die Anerkennung suchte ich im Außen (und bekam sie). Meine Strategie funktionierte also, auch später, in meiner frühen beruflichen Karriere (Auszeichnungen, Stipendien, Nachwuchsförderprogramme) und in meinem weiteren beruflichen Wirken als Expertin für Projekt Management und Transformationsvorhaben in einem internationalen Wirtschafts-Konzern. Es lief! Und für all das bin ich sehr dankbar. Bis heute! Dennoch – meine Work-Life-Balance benötigte definitiv mehr Ausgleich, ich war erschöpft, und immer wieder tauchte diese Frage nach dem tieferen Sinn auf. Das kommt dir bekannt vor?

Mein Warum

„Ich möchte den MENSCHEN in den Mittelpunkt stellen. Motivation und Energie erzeugen.“

Die Arbeit mit Menschen, Teams und Organisationen mit ihren unterschiedlichen Kulturen und Werten war für mich schon immer zentral. Meine größte Stärke dabei: Komplexität entwirren, Klarheit und Orientierung schaffen, Menschen zusammenführen, arbeitsfähig machen und auf ein gemeinsames Ziel ausrichten. In der Business-Welt war und bin ich mit diesen Kompetenzen als Projektmanagerin in einem international tätigen Wirtschaftskonzern verantwortlich für die Zielerreichung komplexer Transformations-, Re-Organisations- und Digitalisierungs-Projekte und arbeite in erster Linie für ein erfolgreiches Projektergebnis. Am Ende zählt dabei vor allem die Zufriedenheit der Stakeholder. Ich sorge für: Transparenz, Struktur, eine gute Zusammenarbeit, bin Impulsgeberin, unterstütze mit Methoden und Tools, verhelfe zu neuen Sichtweisen und Handlungsoptionen, gebe Orientierung und spanne den roten Faden auf dem Weg zum Ziel. Und das mache ich mit ganzer Leidenschaft!

Meine Arbeit an sich macht mir – bis heute – großen Spaß. Vor allem, da ich immer einen großen Gestaltungsfreiraum besaß. Als ich mich vor 15 Jahren auf das Thema Projekt-Management spezialisierte, war das ganze Thema gerade in der Entstehungsphase. Es gab weder Strukturen, noch Prozesse im Unternehmen, in dem ich zu dem Zeitpunkt tätig war. Für die Professionalisierung des Themas Projektmanagement wirkte ich quasi auf der grünen Wiese, hatte Raum für Entwicklung und Entfaltung. Das war und ist mir sehr wichtig und für diesen Freiraum und das Vertrauen bin ich all meinen Unterstützern sehr dankbar.

Du fragst dich, was das jetzt alles mit meinem „WARUM“ zu tun hat?

An dem Punkt, an dem ein Projekt erfolgreich beendet war, fühlte ich dennoch häufig eine unterschwellige Unzufriedenheit. Ich wusste aber nicht, woher die kam. Das Projekt war erfolgreich beendet, die Stakeholder zufrieden. Was fehlte? Mir wurde klar, dass ich bei all meinem Tun und Handeln und den Entscheidungen, die ich in meinem beruflichen Umfeld traf, in erster Linie meine „äußere Karriere“, die der erfolgreichen Projektmanagerin – im Auge hatte. Meine „innere Karriere“, die für meine innere Zufriedenheit sorgt (wie ich heute weiß), habe ich dabei vernachlässigt. Beide Welten in Einklang zu bringen, war schließlich der entscheidende Schritt für mich. Ich habe meine äußere Karriere mit meiner Leidenschaft verbunden.

„Du willst wissen, wie ich das geschafft habe?“

Meine Antwort auf das „Warum“ fand ich schließlich im sportlichen Umfeld. Als Trainerin leistungsorientierter Kunstturnerinnen tat ich schon längst das, wofür ich leidenschaftlich brannte. Intuitiv und aus dem Bauch heraus. Ich war einerseits verantwortlich für die Erreichung der sportlichen Ziele meiner Sportlerinnen durch eine optimale Gestaltung des Trainings. Im Kern wohl die Aufgabe eines Trainers. Andererseits arbeitete ich vor allem mit den Sportlerinnen: mit ihren Ängsten, mit ihren ganz persönlichen Herausforderungen, mit ihren Blockaden, Unsicherheiten, ihren Talenten sowie ihren Träumen und Visionen von ihrer sportlichen Zukunft. Der einzelne Mensch, der Sportler / die Sportlerin, stand stets im Mittelpunkt, mit seinen / ihren ganz persönlichen Themen. Dabei zu unterstützen, damit sie in ihr volles Potenzial kommen und zu sehen wie sie an den Erfahrungen auf dem Weg zu ihren Zielen und ihrer Potenzialentfaltung wachsen und Glück und Erfüllung finden – dafür brenne ich. In dem Moment, in dem ich das für mich erkannte, entschied ich mich, einfach meinen Wirkungskreis zu erweitern und meine „äußere Karriere“ und meine „innere Karriere“ miteinander zu verbinden.

Von da an wurde meine „innere Karriere“ zum Kompass für mein Tun und Handeln und dient mir heute als Orientierung für meine Entscheidungen.

Vieles hat sich seitdem getan. Als Coachin für Berufstätige und Privatpersonen – dazu zählen natürlich auch Sportler*innen – und als Beraterin für Organisationen kann ich heute vor allem eines tun: MENSCHEN und Unternehmen (in denen MENSCHEN arbeiten!) begleiten, inspirieren und stärken; mit ihnen gemeinsam herausfinden, wohin ihre individuelle Reise oder die des Teams oder der Organisation gehen soll, ihre Potenziale und Stärken entdecken, weiterentwickeln und damit im Gepäck, ihren individuellen Kurs bestimmen – sinnerfüllt, selbstbestimmt und wirksam.

Meine Werte

Was mich leitet? Ich glaube fest daran, dass…

  • jeder Mensch das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmtheit hat. Ich halte lieber selbst das Ruder in der Hand und bestimme meinen eigenen Kurs für ein selbstbestimmtes Leben und mache mich nicht abhängig von Meinungen und Erwartungen anderer. Ich finde, es ist dein gutes Recht, dein Leben so zu gestalten, wie du es für richtig hältst und nicht, wie es andere gerne hätten. Dabei unterstütze ich dich in meinen Coachings.
  • Akzeptanz und Respekt ein wesentlicher Schlüssel für ein glückliches und weniger konfliktbehaftetes Leben darstellt. Ob das Glas nun „halb voll“ oder „halb leer“ ist, liegt im Auge des Betrachters. Meine Wahrheit muss nicht die meines Gegenübers sein. Und dennoch verdient sie es akzeptiert, wertgeschätzt und respektiert zu werden. Dies ist auch die Basis für ein Coaching auf Augenhöhe und für eine akzeptierende und wertschätzende Haltung in der Zusammenarbeit zwischen mir – als deine Coachin – und dir – als Klient*in.
  • das Miteinander und gegenseitige Unterstützung zentral ist für das Leben in einer Gemeinschaft. Im Mittelpunkt steht das Geben und das Nehmen. Mit meinem Coaching Angebot möchte ich dir etwas geben und meinen Beitrag leisten, damit du dein Potenzial und deine Einzigartigkeit entfalten und ausleben kannst. Ich möchte Tiefgang, Bewegung und Entwicklung ermöglichen – für deine Erfüllung und Zufriedenheit, überzeugt davon, dass erfüllte und zufriedene Menschen auch die Basis für ein harmonisches Miteinander in unserer Gesellschaft bilden.

Was macht mich aus?

„Ich bin im Flow mit dem was ich tue.“

Was heißt eigentlich „im Flow“ sein? Flow ist ein Zustand, in dem wir fokussiert und völlig vertieft an etwas arbeiten oder uns mit etwas beschäftigen und dabei die Zeit vergessen. Im Flow kann ich sein, wenn ich etwas tue, was sich mit meinen Werten, meiner Persönlichkeit, meinen Stärken und meiner persönlichen Vision deckt. Kurz: ich tue was ich liebe und ich liebe was ich tue! Mit meiner ganzen Leidenschaft, viel Empathie und einem hohen Maß an Verantwortung.

Dabei steht der Mensch stets im Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit, geleitet von meiner humanistischen Grundhaltung, die davon ausgeht, dass jeder Mensch in sich die Anlage und das Bedürfnis zur Selbstverwirklichung und Selbstentwicklung trägt und damit über hohe Fähigkeiten und Lösungskompetenzen.

Was ich “bin”

Ausbildung und professioneller Hintergrund:

  • Zertifizierte Systemische Coachin
  • Zertifizierte Beraterin für agile Organisationsentwicklung & Changemanagement
  • Zertifizierte OKR Business Coachin
  • Zertifizierte Prozess- und Projektmanagerin
  • Über 20 Jahre Konzern-Erfahrung; davon über 15 Jahre als Projekt-Managerin mit den Schwerpunkten IT, HR sowie Organisation, Transformation und Change
  • Diplom-Kauffrau (FH), BWL & Marketing
  • Reiseverkehrskauffrau
  • Trainerin-C-Leistungssport (Kunstturnen)

Was du noch nicht von mir weißt:

  • Ich bin „happy wife“ und Mutter von zwei wunderbaren Kindern.
  • Ich reise leidenschaftlich gern und habe längere Stationen in Neuseeland und Australien gemacht und bin mit dem Rucksack durch Südostasien gereist.
  • Ich bin Sportlerin – im Wasser (Segeln, Windsurfen, Wellenreiten, Tauchen) und an Land (Volleyball, Triathlon, Skifahren, Yoga) – Hauptsache Bewegung.
  • Bewegung in der Natur und das Leben auf dem Land sind mein Rezept für Stressabbau.
  • Ich liebe gutes Essen, muss es aber nicht unbedingt selbst kochen.
  • Mein Entwicklungsfeld: ich muss stets das Navigationsgerät im Auto anstellen, um den Weg zu finden. Ich komme dann aber auch überall an…
  • Mein Lebensmotto: Wenn du liebst was du tust, musst du nie wieder arbeiten!

Autorin: Iris Seiffert

Coaching Wedemark und Hannover

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